Projekte mit Zukunft: Von der digitalen Mausefalle bis zur Haltestelle mit Unterhaltungswert

Geschichten neu schreiben statt nachlesen. Fakten schaffen statt auf Fake-News reinfallen. Tatkräftige Tüftler von Achern bis Vaihingen/Enz, von Bretten bis Calw, aus Baden-Baden, Karlsruhe, Offenburg, Pforzheim, Mainz und Mühlacker haben sich am 23. Februar 2017 zum Talent-Camp in Pforzheim getroffen.


Seit 2009 organisiert die Felss-Gruppe mit Hauptsitz in Königsbach-Stein als Paten-Unternehmen federführend den Regionalwettbewerb Mittelbaden/Enz der Initiative „Jugend forscht“ und verwandelt das Foyer im Volksbankhaus dabei alljährlich in ein faszinierendes Zentrum für Forschung, Wissenschaft und Technik. Bei dem Leistungswettbewerb, der in diesem Jahr unter dem Motto „Zukunft – ich gestalte sie“ stand, zeigten rund 65 Schüler und Auszubildende, dass sie nicht von gestern sind. In rund 30 Projekten aus den Kategorien Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Physik, Geo- und Raumwissenschaften, Technik sowie Mathematik und Informatik artikulierten die Wissenschafts-Autoren im Alter von zehn bis 19 Jahren neue Themen, schrieben Kapitel um, entwarfen Science-Fiction, entstaubten Langeweiler, stellten Klassiker in Frage und wagten sich an experimentelle Darstellungsformen. Sie korrigierten, kommentierten, diskutierten und überraschten die Jury mit durchdachten Handlungsabläufen und Geschichten mit Bestseller-Potenzial.

Teilnehmer im Alter bis 14 Jahre starteten in der Juniorsparte „Schüler experimentieren“, während Nachwuchsforscher zwischen 15 und 21 Jahren ihren Ideenreichtum in der Sparte „Jugend forscht“ zeigten.

Darko Kadoić, Leiter Personalentwicklung Felss Holding GmbH, der als neuer Schirmherr seitens der Felss-Gruppe abermals vor Ort war, ist jedenfalls begeistert. „Spielerisch, unkonventionell und praktisch sind die Attribute, die mir zu den Projekten ad hoc einfallen. Es ist beeindruckend, mit welchem Elan die Teilnehmer sich ihren Projekten widmen und sich dabei weder durch Bedenken im Vorfeld noch durch Hürden im Endspurt von ihrem Ziel abbringen lassen. Dazu gehören Neugier, Mut, Flexibilität und Geduld. Es sind phantastische Ideen dabei, die unterstreichen, wie wichtig es ist, Kindern und Jugendlichen die Freiheit zu lassen, Fragen und Themen auf ihre eigene Art anzugehen, ohne sie allein zu lassen. Diesen Spielraum bietet die Initiative ,Jugend forscht‘. Auch deshalb hat die Felss-Gruppe  den Regionalwettbewerb Mittelbaden/Enz vor neun Jahren als lokale Plattform initiiert und begleitet die Veranstaltung seitdem als Paten-Unternehmen. Als Personal-Manager ist es toll zu sehen, wie sich ganz unterschiedliche Menschen zum Team zusammenfinden und zusammenarbeiten.“

Sie unterziehen Fitness-Apps einem Qualitätstest, wollen Menschen wachrütteln, in dem sie die Melatonin-Produktion über Lichteffekte ankurbeln, tüfteln an der Stabilität von Seifenblasen oder forschen in der Nagold nach Fisch, Kröten und Gold: Bei der Ideenvielfalt und dem Forschergeist fiel der Jury die Entscheidung für die ersten Plätze in den jeweiligen Kategorien nicht leicht. Die Sieger qualifizieren sich je nach Alter automatisch für den Landeswettbewerb „Jugend forscht“ (Teilnehmer bis 21 Jahre) vom 22. bis 24. März 2017 in Fellbach beziehungsweise für den Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ (Teilnehmer ab 4. Klasse bis 14 Jahre) vom 4. bis 5. Mai 2017 in Balingen.

Die Juroren um den wissenschaftlichen Wettbewerbsleiter Andreas Enderle vergaben auch mehrere Sonderpreise. Darunter den Felss-Shortcut-Sonderpreis, der dieses Jahr an Lionel Burg aus Karlsruhe ging. Der 17-jährige Schüler des Fichte-Gymnasium entwickelte aus einem Raspberry Pi und einem passenden Kameramodul ein Vorlesegerät für Menschen mit Sehschwäche. Der Clou: Der funktionsfähige Prototyp mit einem Materialpreis von rund 100 Euro kostet nur ein Bruchteil der am Markt erhältlichen Vorlesegeräte, die mit einem  vierstelligen Betrag zu Buche schlagen. „Der Felss-Shortcut-Sonderpreis folgt ganz bewusst keinen vordefinierten Vergabekriterien. Er steht für den Mut, quer zu denken und dabei auch Themen und Bereiche zu verknüpfen, die zumindest auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Dann zeigt sich auf einmal, dass die Lösung überraschend naheliegend und einfach ist – das ist unsere Erfahrung bei Felss Shortcut Technologies. Für diesen Weg ist das Projekt von Lionel Burg, der nach komplizierten Irrwegen, unter anderem über die Programmierung neuronaler Netze, schließlich auf einfache Komponenten zurückgegriffen hat, ein Paradebeispiel“, erklärt Darko Kadoić, Leiter Personalentwicklung Felss Holding GmbH, die Wahl des diesjährigen Felss-Shortcut-Preisträgers.


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