Abnehmprogramm für E-Bikes

In der Motorradbranche findet ein technischer Wandel statt: Die Elektromobilität gewinnt an Bedeutung. Schon bald könnte eine größere Zahl von Motorrädern über die Straßen rollen, die mit reinen Elektromotoren ausgestattet sind. Die Rundknettechnologie von Felss eröffnet dabei Möglichkeiten.


Ob Roller, leichtes Motorrad oder motorisiertes Fahrrad: Ausgestattet mit Elektromotoren oder verbrauchsarmen Verbrennungsmotoren kann der zweirädrige Individualverkehr eine Reihe der urbanen Verkehrsprobleme lösen. So ist zum Beispiel die CO2-Belastung pro Kopf „auf zwei Rädern“ deutlich geringer. Natürlich haben die „Großen“ der Branche die Möglichkeiten des Zweirads im Rahmen neuer Verkehrskonzepte längst erkannt. Dazu passt eine Reihe von Produktionsmeldungen. BMW startete zum Beispiel Ende 2011 mit der Produktion des Maxi-Scooters, Honda hat den neuen Elektroroller EV-neo vorgestellt. Toyota und Yamaha arbeiten an einer neuen Generation von zweirädrigen Elektrofahrzeugen für den Stadtverkehr, die „miteinander kommunizieren“, wie es in einer Pressemeldung heißt. Die Reihe ließe sich beliebig erweitern.

 

Ein paar Kilo zu viel

Interessant ist diesem Zusammenhang, dass ausgerechnet der im Automobilbau so wichtige Ansatz Hybridmotor im Motorradbereich bislang eine untergeordnete Rolle spielt. Der Grund: Die Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor sorgt zusammen mit dem benötigten Akkumulator für ein schwereres Motorrad und die zusätzlichen Kilos wirken sich entscheidend negativ auf die Fahrdynamik aus. „Um die Gewichtszunahme durch den Akku ausgleichen zu können, rückt deshalb das Gewicht der anderen Bauteile in den Blickpunkt der Konstruktioner. Hier wird das Thema Leichtbau im Zweiradbereich in Zukunft noch wichtiger“, erklärt Andrew Rush, Produktionsleiter bei Felss Rotaform US. „Außerdem reduziert sich natürlich auch bei reinen Verbrennungsmotoren mit sinkendem Gewicht der Verbrauch.“

Auch eine Kostenfrage

Welche Möglichkeiten den Herstellern dabei im Rahmen der Felss-Technologien zur Verfügung stehen, zeigt ein aktuelles Beispiel aus den USA. Bei der Herstellung einer Achse setzt ein nordamerikanischer Motorradhersteller auf das Rundkneten. Aus einem einfachen Rohrrohling heraus entsteht ein komplex geformtes Bauteil mit unterschiedlichen Durchmessern und einer Lochung. Zuvor hatten die Amerikaner die Komponente aus einem massiven Stangenrohling produzieren lassen. Aufgrund des Einsatzes des leichten Rohres reduziert sich bei gleichbleibender Stabilität nicht nur das Gesamtgewicht des Motorrads. Zugleich sinken die Kosten pro Bauteil, da die Beschaffung des massiven Rohlings deutlich teurer war.


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