14. Juli 2023

Maschinenbau: Zukunftsfähigkeit braucht Entschlossenheit und System

Fachkräftemangel, weltpolitische Spannungen und Digitalisierung verändern die deutsche Industrie und zwingen Unternehmen, neue Wege zu gehen. Wie eine Branche in fünf oder zehn Jahren aussehen wird? Prognosen werden immer schwieriger. Wer wettbewerbsrelevant bleiben möchte, hat aber nur eine Chance: die eigene Transformation aktiv gestalten. Wir stellen acht Handlungsfelder vor, die Industrieunternehmen in den Blick nehmen sollten – und zeigen, mit welchen Maßnahmen wir diese bei Felss mit Leben füllen.

Maschinenbau droht die Spaltung

Die Industrie erlebt einen radikalen Wandel, vielleicht so radikal wie seit der industriellen Revolution nicht mehr. Digitale Technologien ziehen in die Produktionshallen ein, smarte Automatisierungen, künstliche Intelligenz und Maschine-zu-Maschine-Kommunikation verändern etablierte Fertigungsprozesse und machen ganz neue Geschäftsmodelle möglich.

Die digitale Transformation ist in vollem Gang. Sie optimiert Prozesse, vereinfacht kundenspezifische Produktionen, sorgt für Wissensvorsprünge und verbessert mit digitalen Anwendungen Service und Support. Die digitale Transformation ist auch ein Schlüssel, mit dem Hersteller resilienter gegenüber wirtschaftlichen Krisen werden und trotz Unsicherheit und Marktvolatilität auf Wachstumskurs bleiben.

Aktuell nutzen allerdings längst nicht alle Betriebe die Chancen der Digitalisierung. Das Ergebnis des Industrie-4.0-Index‘ 2022 bringt es auf den Punkt: Der deutschen Industrie droht die Spaltung. Rund 50 Prozent der Unternehmen setzen mittlerweile zumindest in Einzelprojekten Smart-Factory-Technologien ein, doch die andere Hälfte der Betriebe hat bisher gar nicht oder kaum in das Zukunftsthema Industrie 4.0 investiert. Nur sieben Prozent gaben an, dass Industrie 4.0 bei ihnen schon heute gelebter Alltag ist.

Bettina Kuntz

Head of Marketing

Veröffentlicht

14. Juli 2023

8 Handlungsfelder der Transformation

In ihrer Studie „Maschinenbau 2030“ definieren Experten von Deloitte acht Handlungsfelder, denen sich Unternehmen widmen sollten, um sich bestmöglich auf die kommenden herausfordernden Jahre vorzubereiten. Unabhängig von individuellen Zukunftsstrategien ist es sinnvoll, zu diesen Themen konkrete Maßnahmen zu entwickeln, um die Transformation voranzutreiben.

Bei Felss versteht sich seit jeher als Zukunftsgestalter, der Kunden mit ressourceneffizienten und innovativen Lösungen in der Umformung unterstützt und kontinuierlich an der Weiterentwicklung der eigenen Produkte arbeitet.

Werfen wir einen Blick auf die acht Handlungsfelder.

Kernprozesse digitalisieren

Die Digitalisierung von Prozessen gehört zur Basisarbeit der Transformation. Es ist eine langfristige strategische Aufgabe, bei der Unternehmen die Kunden mit ihren Aufgaben in den Mittelpunkt stellen sollten. Denn ein schlechter analoger Prozess bleibt auch digitalisiert ein schlechter Prozess. Bei Felss digitalisieren wir seit Jahren unsere internen Prozesse. Gleichzeitig entwickeln wir für unsere Kunden neue digitale Angebote, um ihnen die Arbeit zu erleichtern.

Global denken

Die Globalisierung bedeutet nicht nur verschärften Wettbewerb. Wer kulturelle Offenheit mitbringt, kann mit kreativen digitalen Lösungen viele Arbeiten günstiger fertigen und Unternehmensbereiche besser machen – von der Produktentwicklung über die Entwicklung bis zum Support. Unsere weltweiten Standorte profitieren ungemein von der Zusammenarbeit. Auch Teams an einem Standort sind häufig international besetzt, da Top-Talente nicht immer in den Grenzen des eigenen Landes zu finden sind. Wir sind überzeugt, die Diversität unserer Teams verbessern unsere Innovationsfähigkeit.

Resilienz erhalten

Der Maschinenbau im DACH-Raum blickt auf eine lange Geschichte zurück und hat bereits zahlreiche Krisen gemeistert. Hier zeigt sich: Unternehmen haben bereits Strukturen der Resilienz, auf die sie aufbauen können. Nachholbedarf besteht in einzelnen Teildisziplinen wie der IT-Sicherheit oder der digitalen Zusammenarbeit. Felss ist die Bedeutung der IT-Infrastruktur als Fundament für die digitale Transformation bewusst. Wir investieren daher regelmäßig in die Modernisierung unserer Systeme und arbeiten bereichsübergreifend an der Schaffung eines vernetzten digitalen Ökosystems.

Nachhaltigkeit einbauen

Politik und Kunden fordern eine nachhaltige Produktion und auch Unternehmen selbst profitieren von Kostenvorteilen. Wer weniger Ressourcen benötigt, weniger Emissionsausgleich zahlen muss und energieeffizient produziert, erhöht seinen Gewinn.  Nachhaltigkeit hat das Potenzial, sich zum zentralen USP von Unternehmen im DACH-Raum zu entwickeln. Für Felss gehört Nachhaltigkeit zur Unternehmens-DNA. Während andere Unternehmen noch über die Wirtschaftlichkeit von ressourceneffizienten Lösungen streiten, sehen wir seit Jahren ein wachsendes Interesse des Markts.

Ökosystem aufbauen

In einer immer komplexer werdenden Welt sind die erfolgreichsten Unternehmen solche, die Zusammenarbeit ermöglichen. Bereits bestehende Partnerschaften lassen sich dank digitaler Technologien effizienter organisieren und intensivieren. Auch interne Systemgrenzen fallen: Statt Datensilos gehört offene digitale Ökosystemen die Zukunft. Felss hat bereits viele Partnerschaften über digitale Schnittstellen vereinfacht und prüft kontinuierlich, wie der Datenfluss verbessert und die Wertschöpfung der Technologie erhöht werden kann.

Kundenzugang aufrechterhalten

Der direkte Kundenkontakt bleibt auch in den kommenden Jahren essenziell, um Wissen über Wünsche und Bedürfnisse aus erster Hand zu gewinnen und die eigenen Produkte und Services am Markt auszurichten. Für Felss ist Kundenorientierung mehr als ein Buzzword: Wir begleiten Kunden seit jeher persönlich vom ersten Kontakt bis zum Support nach Projektabschluss. Dieser enge Kundenkontakt ermöglicht es, mit unseren Services am Puls der Zeit zu bleiben.

Asienstrategie festlegen

Trotz aller politischer Differenzen: Asien bleibt ein wichtiger Markt für Industrieunternehmen aus dem DACH-Raum. Allerdings werden die Partner vor Ort anspruchsvoller. Felss hat auf die Entwicklung reagiert. Wir sind mit einem eigenen Standort in China vertreten und koordinieren das lokale Marketing von dort aus, mit spezifischen auf den Markt ausgerichteten Strategien und Tools wie WeChat.

Mitarbeiterbedarf kreativ decken

Maschinenbauer gehören nicht zu den Traumarbeitgebern von Absolventen. Wollen Unternehmen im Wettbewerb um kluge Köpfe nicht den Kürzeren ziehen, müssen sie ihr Recruiting modernisieren. Kooperationen mit Universitäten und Schulen, Programme für Quereinsteiger und flexible Karrierewege erhöhen die Attraktivität regionaler Industrieunternehmen. Felss weiß, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern einiges bieten müssen und Zeugnisnoten nicht alles sind. Wir bieten unseren Mitarbeitern neben flexiblen Arbeitszeitmodellen umfassende Gesundheitsleistungen und zum Beispiel die Möglichkeit, ein Sabbatical zu nehmen.

Die nächsten zehn Jahre entscheiden

Die einen prognostizieren den Untergang des Maschinenbaus in den nächsten Jahrzehnten, die anderen sehen Maschinenbauer im DACH-Raum mit hohem Qualitäts- und Servicedenken auch in Zukunft als Wachstumsmotor der Wirtschaft. Ein Konsens besteht: Die nächsten Jahre werden für die Branche herausfordernd.

Kontinuierliche Transformationsanstrengungen können als beste Erfolgsstrategie für die nächsten Jahre und Jahrzehnte gelten. Dabei können sich Unternehmen an den genannten Handlungsfeldern orientieren, doch welche Veränderungen konkret wertstiftend und empfehlenswert sind, kann nur jede Organisation für sich herausfinden. Bei Felss setzen wir uns klare Meilensteine und messen regelmäßig unseren Fortschritt. Stellen wir nicht die geplanten Effekte fest, verändern wir unser Vorgehen. Diese Flexibilität hat sich für uns als Konstante unseres Erfolgs erwiesen.

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