Biegen im Überblick

Das Felss-Biegeverfahren steht für wirtschaftliches Biegen in allen Dimensionen. Auf die wirtschaftliche Auslegung eines Biegeprozesses wirken viele Faktoren ein. Für eine passgenaue Lösung ist das Verständnis der Wechselwirkungen und Abhängigkeiten der Einflussfaktoren erfolgsentscheidend. Unsere Experten begleiten Sie von der Machbarkeitsanalyse und Qualitätssicherung bis hin zur Endabnahme.

Beim Biegen von Profilen kommt es auf den Gesamtprozess an. Mit unseren Spezialisten entstehen schlüsselfertige Anlagenlösungen, die perfekt verkettet sind und manuelle Arbeiten eliminieren.

Felss hat mit seinen Biegemaschinen Anlagenlösungen entwickelt, die eine Vielzahl verschiedener Materialien, wie Metalle und NE-Metalle, unterschiedliche Geometrien sowie verschiedenste Größen automatisiert biegen. Dazu gehören beispielsweise Klima-, Dieseleinspritz-, Kraftstoff-, Brems-, Klima-, Kupplungsleitungen sowie Flachmaterial.
Die Felss Biegemaschinen wurden speziell für eine effiziente Produktion ausgelegt. Im Blick haben die Felss Ingenieure stets weitere Produktionsprozesse eines Bauteils, wie beispielsweise die Endenbearbeitung, Autofrettage oder das Stanzen. Das umfassende Know-How der Biegespezialisten fließt in die Gestaltung eines wirtschaftlichen Gesamtprozesses bei der Auslegung einer Biegeanlage mit ein.


Rotationszugbiegen

Beschreibung:
Das Profil wird zunächst zwischen Spannbacke und Biegeform geklemmt. Durch eine gemeinsame Rotationsbewegung der beiden Werkzeugelemente legt es sich an der Kontur der Biegeform an.
Ein Gegenhalter nimmt die Reaktionskräfte auf. Dorn und Faltenglätter sind optional und kommen nur bei dünnwandigen Profilen zum Einsatz, um Faltenbildung an der Innenseite und Kollabieren an der Außenseite des Bogens zu verhindern.


Anwendungsbereich:
Für enge Biegeradien und kurzen Längen zwischen den Bögen (freie Länge).

Rollbiegen

Beschreibung:
Eine Biegerolle rotiert um die Biegeform und rollt dabei auf dem Rohr ab, das dabei in die Rille der Biegeform hinein gebogen wird. Die Geometrie der Biegung ist also werkzeuggebunden. Ein Gegenhalter nimmt die Reaktionskräfte des Biegemomentes auf.


Anwendungsbereich:
Für enge Radien geeignet, solange für die Biegerolle ausreichend Freiraum am Biegeteil vorhanden ist (freie Länge).

Schubrollenbiegen

Beschreibung:
Durch eine Vorschubkraft F wird das Rohr durch einen Rollensatz hindurchgeschoben. Die Position der Biegerolle variiert den Biegeradius, auch während des Rohrvorschubs. Somit ist die Biegegeometrie nicht an das Werkzeug gebunden. Es sind also beispielsweise Radienverläufe, die einer Spline-Funktion folgen, möglich. Durch Rotation des Rohrs um seine Achse während des Vorschubs, können zudem räumliche Geometrien realisiert werden.

Anwendungsbereich:
Nur für größere Radien geeignet.